Amerikanische Versteigerung

Bei der amerikanischen Versteigerung zahlt jeder sein Gebot (bzw. den Versteigerungsschritt) ein. Der Sieger, der am höchsten bietet erhält den Zuschlag. Die Verlierer verlieren den eingesetzten Betrag.

Häufig wird diese Form der Versteigerung für wohltätige Zwecke eingesetzt, um Spenden zu sammeln.

Probleme der amerikanischen Auktion

Bei der amerikanischen Auktion kann es schnell zu Bieterwettrennen kommen, bei dem beide Seiten über ihre Zahlungsbereitschaft bieten und damit einen Verlust erleiden.

Beispiel

Es soll ein 10-Euro-Schein versteigert werden. Die Gebotssteigerung liegt bei 1 Euro. Bietet die Person A nun 1 Euro, lohnt es sich für die Person B 2 Euro zu bieten. Person A würde also 1 Euro Verlust machen, daher bietet sie 3 Euro (das ist rational, da der Gewinn ja noch 7 Euro beträgt). B überbietet wieder usw. Bei einem Gebot von 9 Euro (Person A) dürfte eigentlich kein weiteres Gebot erfolgen, da man damit nicht mehr gewinnen kann (10 Euro bieten, 10 Euro erhalten). Allerdings würde B einen Verlust in Höhe von 8 Euro erleiden (Bs letztes Gebot, bevor A 9 Euro geboten hat). Um diesen Verlust zu verringern, lohnt es sich für B, doch 10 Euro zu bieten. A würde jetzt einen Verlust von 9 Euro haben und könnte mit 1 Euro mehr Einsatz diesen auf 1 Euro reduzieren (11 Euro geboten, 10 Erhalten). Diese Logik könnte sich endlos fortsetzen.

Varianten der amerikanischen Auktion

Hierbei kommen auch verschiedene Varianten zum Einsatz wie die Brautschuhversteigerung, Versteigerung mit Zeitablauf, Erreichen eines bestimmten Gebotes usw. Aufgrund der Intransparenz diese Verfahren sind sie im „normalen“ Geschäftsleben eher selten.

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