Bezahlmodelle in der Preispolitik

Das Preismanagement betrachtet nicht nur die höhe der Preise, sondern auch wie das gesamte Bezahlmodel gestaltet ist. Die Gestaltung kann großen Einfluss auf den Erfolg des Angebotes haben. Sie beeinflusst auch die Preissetzung (Höhe) selbst und auch, wie gut Dynamic Pricing oder Real Rime Pricing funktionieren.

Kauf

Einmalige Zahlung, Nutzung unbegrenzt (Einzelhandelsgüter, Lebensmittel)

Bei dem nachfolgenden Gebrauch fallen für den Verkäufer keine Kosten an.

Lizenz (einmalig):

Die Lizenz erlaubt es, dem Kunden ein bestimmtes Produkt zu nutzen. Dafür bezahlt er entweder einmalig oder periodisch einen Betrag. Angewendet wird dieses Konzept bei Software.

Pay Per Use (mehrmalig)

Man zahlt nur das, was man tatsächlich nutzt. Prepaidtarife

Bei Pay Per Use wird nur die Leistung bezahlt, die tatsächlich konsumiert wird. Dies entspricht dem klassischen Kauf. Bei Onlinediensten kann dies zum Beispiel die Zahl der Requests, der gehörten Musiktitel oder angeschauten Videos sein. Für den Nutzer kann dies gerade bei geringen Nutzungsvolumen vorteilhaft sein im Vergleich zu einer Flatrate.

Der Verkäufer deckt damit die Kosten, die der Gebrauch der Leistung verursacht. Wird jedoch die Leistung nur wenig genutzt, kann es sein, dass die Kosten für die Bereitstellung nicht gedeckt werden. Die Preispolitik muss daher so gestaltet sein, dass bei dem erwarteten Nutzungsvolumen die Leerkosten gedeckt sind.

Flatrate (mehrmalig)

Telefon, Musikdienste, Fernsehen, Zeitungsabos

Eine Flatrate bezeichnet ein Modell, bei dem periodisch ein fester Betrag bezahlt wird und der Kunde im Gegenzug unbegrenzten Zugang zu der Leistung des Anbieters hat. Teilweise werden Begrenzungen der Nutzung eingeführt um Arbitrage zu verhindern oder eine übermäßige Nutzung auszuschließen.

Die Flatrate unterscheidet sich vom Kauf dadurch, dass während der Nutzung Kosten entstehen. Diese können durch die Bereithaltung einer Leistung oder durch Kosten, die durch den Gebrauch verursacht werden entstehen.

Dies ist bei der Preispolitik und der Kalkulation der Preise zu berücksichtigen.

Flatrate (einmalig)

 

Der Unterschied zur mehrmaligen Flatrate ist, dass eine einmalige Zahlung zu einem (fast) unbegrenzen Gebrauch der Leistung berechtigt. In der Praxis kommt dies allerdings selten vor. Am nächsten kommt ein Buffet dieser Idee. Die Grenze liegt jedoch darin, dass das Lokal irgendwann schließt und damit die Leistung endet. Für den Anbieter fallen, wie bei der mehrmaligen Flatrate während der Nutzung Kosten an.

Kombinationen (Grundgebühr + Nutzungsbasierte Komponente)

Telefontarife, Taxi

Mit einer Kombination werden verschiedene Modelle kombiniert. Die Grundgebühr stellt sicher, dass die Kosten für die Bereithaltung der Leistung auch dann gedeckt sind, wenn sie nicht genutzt wird. Die Nutzungsbasierte Komponente lässt den Anbieter an dem Gebrauch mitverdienen. Der Käufer hat also ein geringeres Risiko, für irgendetwas bezahlen zu müssen, was er nicht nutzt.

2 Gedanken zu „Bezahlmodelle in der Preispolitik

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