Kategorie-Archiv: Preismanagement

Staffelpreis

Definition Staffelpreis

Unter einem Staffelpreis versteht man eine Reihe an Preisen, die von einem anderen Faktor abhängen. Meist ist dies die Absatzmenge. Es können aber auch Qualität, Absatzmärkte und Zeitpunkte des Verkaufs/ der Fertigung als Staffelkriterium verwendet werden.

Staffelpreise werden auch Preisstaffel oder Preisstufungen genannt.

Beispiel für Staffelpreise

Allgemeines Beispiel zur Veranschaulichung

Ein Unternehmen hat ein Produkt A. Es bietet seinen Kunden folgende Möglichkeit an:

  • 1 bis 10 Stück: 1 Euro je Stück
  • 11 bis 50 Stück: 0,9 Euro je Stück
  • 51 bis 300 Stück: 0,8 Euro je Stück
  • Ab 301 Stück: 0,75 Euro je Stück

Der Stückpreis sinkt hier mit zunehmender Menge. Für den Kunden lohnt es sich also, eine größere Menge zu bestellen.

Visitenkarten

Viele Anbieter von Visitenkarten bieten Staffelpreise an. Bei kleinen Bestellmengen sind die Kosten je Visitenkarte oder Flyer deutlich höher als bei großen Bestellmengen.

Der Grund liegt darin, dass das Umrüsten der Druckmaschine gleich aufwändig ist, egal, wie groß die bestellte Menge ist. Diese Fixkosten lässt sich die Druckerei bezahlen.

Gründe für Staffelpreise (Preisstaffeln)

Eine Preisstaffel anzubieten ist für den Anbieter zunächst aufwändiger, als einen einheitlichen Preis über alle Mengen festzulegen. Hier muss die Buchhaltung, Rechnungslegung und das Controlling entsprechend angepasst werden.

Allerdings kann sich eine Preisstaffel für den Anbieter lohnen.

Gerade bei Produkten, die hohe Fixkosten aufweisen und die variablen Kosten eher niedrig sind, verteilen sich die fixen Kosten auf die hohe Stückzahl. Diesen Kostenvorteil kann der Anbieter an den Kunden weitergeben.

Wenn der Stückpreis nicht in gleichem Maße sinkt, wie die Durchschnittskosten, dann steigt der Deckungsbeitrag des Herstellers.

Im Grunde könnte der Anbieter auch sagen, dass die erste Einheit einen bestimmten festen Betrag p kostet, der die gesamten Fixkosten abdeckt (z.B. Umrüsten der Druckmaschine bei den Visitenkarten). Jede weitere Einheit kostet dann den gleichen Betrag.

Arten von Staffelpreisen

Staffelpreise können unterschiedlich festgelegt werden.

  1. Preis über die gesamte Bestellmenge anpassen: Dabei ändern sich die Preise auch für die „unteren“ Stückzahlen. Wenn wir das allgemeine Beispiel anschauen, würde dies wie folgt aussehen:

Ein Kunde, der 10 Stück kauft, zahlt insgesamt 10 Euro (10 Stück * 1 Euro/Stück). Bestellt er jedoch 11 Stück zahlt er nur noch 9,9 Euro (11 Stück * 0,9 Euro/Stück) für die gesamte Bestellung, da der neue Preis aufdie gesamte Bestellmenge angewendet wird. Sind die Preisunterschiede groß, kann dies für den Händler einen Verlust bedeuten. Die Berechnung des Endpreises ist jedoch einfacher.

Die Abbildung 1 zeigt den Verlauf des Gesamtpreises, den der Kunde für alle Stück zu zahlen hat. Es sind die Rückgange des Umsatzes zu sehen, wenn der neue Staffelpreis gilt. Danach steigt der Preis langsamer als vorher.

Einfluss der Staffelpreise auf den Umsatz bei globaler Gültigkeit

Einfluss der Staffelpreise auf den Umsatz bei globaler Gültigkeit

  1. Die Preise für die unteren Bestellmengen bleiben unverändert: Hier wird der neue Preis nur auf die Stück angewendet, die über der nächstniedrigeren Grenze liegen. Mit den Preisen und Mengengrenzen aus dem allgemeinen Staffelpreisbeispiel ergibt sich dann:

Für 10 Stück zahlt der Kunde 10 Euro (10 Stück * 1 Euro/Stück). Für 11 Stück zahlt er 10,9 Euro (10 Stück * 1 Euro/Stück + 1 Stück * 0,9 Euro /Stück)

Die folgende Abbildung zeigt den Verlauf des Gesamtpreises. Ein Rückgang bei den Preisübergängen in der Preisstaffel erfolgt nicht. Wie beim ersten Fall sinkt aber auch die Steigung.

Einfluss der Staffelpreise auf den Umsatz bei lokaler Gültigkeit

Einfluss der Staffelpreise auf den Umsatz bei lokaler Gültigkeit

  1. Um die Verlustgefahr aus der ersten Variante zu verringern, können auch feste Preis-Mengenkombinationen festgelegt werden.

Ähnliche Konzepte

Staffelpreise können in Verbindung zur Preisdifferenzierung stehen. Sie können zudem aber auch aus wettbewerbsrechtlicher Sicht bedenklich sein, wenn Kunden der Wechsel zu anderen Anbietern zu stark erschwert wird.

Außerdem können Staffelpreise auch als Mindermengenaufschlag bzw. Mindermengenzuschlag angesehen werden.

Repricing

Unter Repricing versteht man die automatische Anpassung der Preise. Meist wird dieser Begriff für Onlineshops oder Online-Marktplätze wie Amazon verwendet. Die dafür verwendeten Programme werden entweder Repricing Software oder Repricing Tools genannt.

Hintergrund

Der Preis ist gerade bei homogenen Produkten ein wichtiges Entscheidungskriterium für den Kauf oder auch dagegen. Auf Onlinemarktplätzen werden die Produkte häufig aufsteigend nach dem Preis geordnet. Wer ganz oben steht, wird daher zudem häufiger gesehen. Es ist daher für viele Händler wichtig, den Preis an der Konkurrenz anzupassen. Dies bedeutet häufig, den eigenen Preis niedriger als die Konkurrenz zu setzen oder gleich hoch.

Bei Amazon gibt es die sogenannte Buy-Box. Diese ist der Kasten auf der Produkthomepage, über die Kunden Waren in den Einkaufswagen legen können. Dazu muss man nur auf das entsprechende Symbol klicken. Wird ein Produkt von mehreren Händlern angeboten, kann nur ein Händler in die Buy-Box aufgenommen werden. Die Buy-Box entspricht also der Standardvorauswahl durch Amazon. Will man sich andere Angebote zu dem Produkt anschauen, muss man erst nach der Liste suchen.

Wenn man in die Standardauswahl aufgenommen wird, bedeutet dies häufig einen deutlichen Anstieg der Verkäufe. Die Kriterien legt Amazon jedoch nicht offen: http://www.amazon.com/gp/help/customer/display.html?nodeId=200401830

Es ist aber sehr wahrscheinlich, dass auch der Preis eine große Rolle spielt. Daher werben viele Repricing-Tools damit, die Chancen auf die Aufnahme in die Buy-Box zu vergrößern.

 

Einflussfaktoren für Repricing

Einflussfaktoren für Repricing

Funktionen von Repricing-Tools

Die Kernfunktion ist die automatische Anpassung der Preise für die ausgewählten Produkte. Darüber hinaus bieten die Softwaren häufig weitere Features, die Kunden von dem Einsatz überzeugen sollen.

Automatische Preisanpassung

Bei den meisten Repricing Softwaren kann eingestellt werden, nach welchen Kriterien die Preise automatisch angehoben oder gesenkt werden sollen. Zudem können Parameter angegeben werden, die von dem Programm eingehalten werden sollen. Diese können sein:

  • Mindestpreis
  • Maximalpreis
  • Zu berücksichtigende/ bzw. zu ignorierende Wettbewerber
  • Preisabstand zu Wettbewerbern
  • Für welche Produkte der Preis angepasst werden soll

Es gibt jedoch auch Anbieter, die die neuen Preise per Algorithmus berechnen und auf solche Regeln verzichten. Diese Algorithmen sind häufig selbstlernend, so dass sie sich auch an andere Bedingungen anpassen sollen.

Viele Tools werben damit, dass nur solche Konkurrenzen berücksichtigt werden, deren Produkte auch tatsächlich verfügbar sind.

Statistiken

Um die Verkäufe besser im Blick zu halten, bieten verschiedene Programme noch Übersichtsstatistiken an. Dazu gehören z.B. die Zahl der verkauften Produkte, Umsatz und Preisentwicklung.

Anbindung an die Warenwirtschaft

Die Preise, die auf der Webseite angezeigt werden, einfach zu ändern, reicht häufig nicht. Auch die nachfolgenden Prozesse müssen angepasst werden, so dass der Preis zum Beispiel auf der Rechnung erscheint und richtig gebucht wird.

Probleme von Repricing Tools

Preis ist nicht der einzige Verkaufsgrund

Für einen erfolgreichen Verkauf ist der Preis ein wichtiges Merkmal. Aber häufig nicht das einzige. Gute Bewertungen, schnelle Lieferzeiten, Produktfotos und eine gute Beschreibung tragen ebenfalls zum Verkauf bei. Auch die Werbung und Affiliateprogramme sind wichtige Mittel, um seine Produkte auf einem Marktplatz zu verkaufen.

Verhalten der Software nicht vorhersagbar

Durch die Software ist zu befürchten, dass es zu einer Unterbietungsschlacht kommt, bei der die Preise schnell sinken. Es ist daher wichtig, die Grenzen sinnvoll zu setzen.

Zudem haben gerade Lösungen, die als SaaS (Webservices) angeboten werden. Das Problem, dass sie sich intern „absprechen“ könnten und dann anders optimieren als man es eigentlich will.

Zeitaufwand bei der Einrichtung

Die Einrichtung der Regeln ist zeitaufwändig. Dies gilt besonders dann, wenn für viele Produkte unterschiedliche Regeln erstellt werden sollen.

Vorteile

Die Repricing-Tools machen es den Händlern leicht, die Preise anzupassen. Gerade bei einem großen Sortiment, ist dies eine deutliche Zeitersparnis, wenn sich die Preise häufig ändern.

Arten

Repricing as a Service

Hier muss man nichts installieren. Man bucht einfach einen Webservice und bekommt daraufhin Zugriff auf eine Website, auf der man alle Einstellungen vornehmen und die Statistiken abrufen kann. Dies ist wahrscheinlich die bequemste Lösung. Die Preisanpassung kann hier rund um die Uhr erfolgen und der Wartungsaufwand der Software ist gleich null. Allerding braucht man hier Vertrauen zu dem Anbieter, da man die Software nicht kennt, und die Zugriffsdaten für den Marktplatz aus der Hand gibt.

Lokale Installation

Auf dem eigenen Rechner hat man die meiste Kontrolle über die Software. Allerdings kann sie nur dann arbeiten, wenn sie mit dem Internet verbunden ist und wenn der Rechner eingeschaltet ist. Für Sortimente, bei denen Preisänderungen nicht binnen wenigen Minuten erfolgen sollen, ist dies eine sinnvolle Möglichkeit. Um Updates und die Installation muss man sich selbst kümmern.

Woher bekommen die Tools die notwendigen Daten?

Um die Preise an die jeweiligen Wettbewerber anzupassen, muss die Software natürlich wissen, wie viel die Konkurrenten verlangen. Dazu gibt es grundlegend zwei Möglichkeiten. Entweder dies wird über eine API, einer automatischen Programmschnittstelle, gemacht oder die Daten werden über die Webseite ausgelesen, indem das HTML geparst wird.

API

Die API-Methode ist tendenziell stabiler. Da sie von dem Shop bereitgestellt wird, ist davon auszugehen, dass dieser Interesse an der Nutzung hat. Änderungen an den Aufrufen und Abfragen werden in der Regel angekündigt. Damit kann eine durchgehende Abfrage sichergestellt werden.

HTML-Parsing

Die Parsing-Methode ist dort sinnvoll, wo keine API existiert oder diese nicht die gewünschten Informationen liefert. Problematisch ist hier, dass sich die Webseitenstruktur unverhofft ändern kann. Somit stehen dann auch keine Informationen mehr zur Verfügung, bis der Parser angepasst wurde. Allerdings können Webseiten das Auslesen durch verschieden Maßnahmen verhindern.

Wie kommen die neuen Preise online?

Dies hängt von dem Marktplatz ab, für den die Preise angepasst werden sollen.

Zugang über Kontodaten

Hier werden die neuen Preise über die normalen Anmeldetaten (Name und Passwort) eingepflegt. Dies ist allerdings gerade bei SaaS-Diensten problematisch, da man seine Zugangsdaten aus der Hand gibt und der Service dann volle Kontrolle über den Account bekommt. Daher sollte man darauf achten, dass der Anbieter solche Informationen nicht verlangt.

Zugang über API

Verschiedene Marktplätze, z.B. Amazon, bieten eine automatische Möglichkeit, Preis- und Produktdaten hochzuladen. Dafür sind die normalen Zugangsdaten nicht nötig. Dieses Vorgehen ist sicherer. Das zugreifende Programm (der Repricer) muss vorher bei dem Shop für das jeweilige Konto registriert werden.

Da nicht alle Shopsysteme solche Möglichkeiten bieten, beschränken sich die meisten Repricing Tools auf Amazon.

Kosten

Die meisten Services und Softwaren sind kostenpflichtig. Häufig findet man Tarife, die sich nach der Zahl der Produkte richtet, deren Preis angepasst werden soll.

Für welche Produkte sind Repricing Tools sinnvoll?

Der größte Vorteil von dynamischen Repricing ist, dass man nicht selbst die Recherche und dann evtl. die Anpassung durchführen muss. Damit spart man Zeit. Der Einsatz lohnt sich daher für Produkte, für die Konkurrenten vorhanden sind und bei denen der Preis regelmäßig schwankt. Bietet man Einzelstücke an oder sind die Preise konstant, lohnt sich der Einsatz nicht.

Welche Steigerung des Umsatzes oder des Deckungsbeitrages man erreichen kann, indem man automatische Werkzeuge einsetzt, ist jedoch nicht leicht zu beantworten. Ein niedrigerer Preis muss durch eine höhere verkaufte Menge ausgeglichen werden. Daher muss man die Preisuntergrenze sinnvoll festlegen.

Anbieter

Anbieter gibt es viele. Hier sind ein paar aufgelistet, die im Netz weit verbreitet sind.

  • Selermania
  • Repricing.de
  • Feedvisor

Penetrationsstrategie/ Penetrationspreisstrategie

Die Penetrationsstrategie gehört zu den sogenannten Preisfolgestrategien. Bei ihr wird versucht, durch einen möglichst niedrigen Preis schnell einen hohen Marktanteil zu erhalten. (Daher auch der Name, weil der Anbieter so in den Markt eindringen will.) Sie wird bei neuen Produkten eingesetzt. Später, wenn das Produkt etabliert ist, wird der Preis angehoben. Weiterlesen

Skimming – Preisstrategie

Skimming gehört zu den Preisfolgestrategien. Es wird angewendet bei Produkten, die neu in den Markt eingeführt werden. Dabei ist der Preis zunächst hoch und sinkt im Verlauf des Lebenszyklus. Der Name bedeutet so viel wie „Abschöpfen“. Daher wird auch der Begriff Abschöpfungsstrategie verwendet.
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Dynamisches Pricing bei Microstockagentur

Wie viel muss ein Bild bei einer Microstockagentur kosten? Die Preise sind bei meisten Anbietern fest und hängen höchstens von der Größe des zu kaufenden Bildes ab. Bei cutcaster.com gehen jedoch noch mehr Informationen in den Preis ein. Damit soll ein möglichst hoher Ertrag erzielt werden und die Kunden sollen das Gefühl haben, einen fairen Preis zu bezahlen. Weiterlesen

Unternehmen tun sich bei Preiserhöhungen schwer

Laut der Global Pricing Studíe der Bonner Unternehmensberatung Simon Kucher, sehen sich zahlreiche Unternehmen einem erhöhten Preisdruck ausgesetzt. Dieser kommt nicht nur von Konkurrenten, sondern auch von Kunden, die eine Preiserhöhung nicht akzeptieren. Im vergangenen Jahr schaffte es nur ca. ein Drittel aller Unternehmen eine Preiserhöhung durchzusetzen. Damit steht die Preispolitik der Unternehmen vor großen Herausforderungen. Die Maßnahmen im Pricing und im Marketing müssen aufeinander abgestimmt werden. Kostenreduktionen sind nur bedingt möglich und wirken zum Teil erst langfristig. Daher lohnt es sich vor allem, neue Produkte zu finden, um sich von Wettbewerbern zu unterscheiden.  Weiterlesen

Mit Rabattgutscheinen Preise individuell optimieren

Grundsätzlich haben Kunden unterschiedliche Zahlungsbereitschaften. Für Händler wäre es daher lohnend, diese von jedem Kunden zu kennen und genau den Preis zu verlangen, den er gerade noch bereit ist zu bezahlen. Allerdings muss man bereits einen Preis für das Produkt festlegen, bevor der Kunde überhaupt meinen Shop bzw. meine Webseite besucht hat. Rabattgutscheine können daher für die Preisoptimierung sehr nützlich sein.

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Knappheit

Bei der Steigerung der Kaufbereitschaft kann man sich auch zunutze machen, dass die Informationssuche Zeit kostet. Und wenn es gelingt, einen Zeitdruck aufzubauen, kann man Kunden von einer Recherche abhalten. Die hier vorgestellten Methoden sind zwar nicht primär der Preisoptimierung zuzuordnen, gehen aber mit ihr Hand in Hand.

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Rabatte statt Niedrigpreis

Die Wahrnehmung des Preises spielt bei seiner Beurteilung eine wichtige Rolle. Es ist daher häufig sinnvoll, statt eines niedrigen Preises einen Rabatt zu gewähren. Dies wird dadurch begründet, dass die Reaktion auf einen Verlust größer ist als auf einen Gewinn. Die dahinter stehende Theorie wird auch Prospekttheorie genannt. Weiterlesen

Spieltheorie – Hennenrennen/ Chicken run game

Grundlage dieses Spiels in der Spieltheorie ist die Frage, ob eine Partei bzw. ein Agent eine glaubhafte Drohung machen kann. Um dies deutlich zu machen, wird das Szenario einer Mutprobe gewählt, bei dem jeder Teilnehmer zwei Möglichkeiten hat und das Ergebnis nicht nur von der eigenen Entscheidung, sondern auch von der Entscheidung des anderen abhängt. Derjenige, der mutiger ist, gewinnt das Spiel. In der Preisfindung und Preispolitik kommen diese Überlegungen zum Einsatz, wenn auf den drohenden Markteintritt eines Konkurrenten reagiert werden soll. Dieses Spiel wird auch Feiglingsspiel, Chicken Game oder Hennenrenen

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Kanalübergreifende Preispolitik

Zurzeit ist zu beobachten, dass Einzelhändler, die ihre Produkte lange Zeit nur in stationären Filialen angeboten haben, zunehmend auch online präsent werden. Werden auf den Webseiten bzw. Onlineshops die gleichen Produkte verkauft, wie in der Filiale, muss das Preismanagement dies bei der Preisgestaltung berücksichtigen. Da die Filiale und der Onlineauftritt unterschiedliche Verkaufskanäle sind, spricht man hier von kanalübergreifender Preispolitik.

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Preiskampf und Markteintrittsspiel

Ein Preiskampf drückt das Verhalten von Anbietern aus, bei dem sie durch möglichst niedrige Preise den Konkurrenten aus dem Markt drängen. Mit dem in der Spieltheorie bekannten Markteintrittsspiel kann erkannt werden, ob es zu einem Preiskampf kommt oder nicht.

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Rangkorrelation in der Preisoptimierung

Um die Schwächen des Pearson’schen Korrelationskoeffizienten zu umgehen, kann die Rangkorrelation berechnet werden. Die Daten müssen demnach nicht kardinal sein und es muss auch kein linearer Zusammenhang zwischen den Datenpunkten bestehen. Zudem ist diese Methode auch robust gegenüber Ausreisern.

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Korrelation in der Zeitreihenanalyse und der Preisoptimierung

Die Korrelation ist ein gängiges Werkzeug in der Zeitreihenanalyse und der Statistik. Da Zeitreihen auch für die Umsetzung der Preispolitik und der Preisoptimierung verwendet werden, wird das Thema Korrelation in diesem Beitrag erläutert. Ziel ist es, zu klären was ist unter dem Begriff Korrelation zu verstehen, wie wird sie berechnet, welche Werkzeuge es dafür gibt, wie sie eingesetzt wird und wo die Grenzen sind.

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Mittelpreisstrategie

Die Mittelpreisstrategie wird auch häufig Konsumpreisstrategie genannt. Typisch für Produkte und Unternehmen die diese Strategie verfolgen ist, dass eine Marke aufgebaut wird. Es handelt sich also nicht wie bei der Niedrigpreisstrategie um Handelsmarken. Diese Strategie wird häufig im Konsumgüterbereich angewendet. Die Produkte werden über Fachgeschäfte verkauft.

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Freemium

Ein Bezahlmodell oder ein Ansatz in der Preispolitik eines Unternehmens ist das Freemium-Model. Freemium setzt sich aus den beiden Worten Free und Premium zusammen. Es bedeutet, dass Teile der Leistung kostenlos zur Verfügung stehen, zusätzliche Leistungen hingegen sind nur zugänglich, wenn man bezahlt. Besonders im Onlinebereich verbreiten sich solche Freemiummodelle weiter.

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Zeitreihe und Zeitreihenanalyse

Als Zeitreihe wird die zeitliche Abfolge von Daten bezeichnet. Solche Daten können Verkäufe, Kurse, Temperaturen, Arbeitsmarktdaten oder ähnliches sein. In der Preispolitik werden Zeitreihen für das Preismanagement und die dynamische Preisoptimierung benötigt. Aber auch in der Marktforschung können Zeitreihen eine Rolle spielen. Die Auswertung erfolgt in der Zeitreihenanalyse

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Bezahlmodelle in der Preispolitik

Das Preismanagement betrachtet nicht nur die höhe der Preise, sondern auch wie das gesamte Bezahlmodel gestaltet ist. Die Gestaltung kann großen Einfluss auf den Erfolg des Angebotes haben. Sie beeinflusst auch die Preissetzung (Höhe) selbst und auch, wie gut Dynamic Pricing oder Real Rime Pricing funktionieren.

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Beispiel zum Preismanagement bei Fluggesellschaften

Fluggesellschaften betreiben seit Jahren intensive Preisoptimierung, um ihre Kapazitäten optimal auszulasten und den Umsatz zu steigern. Die Bandbreite der Preise wird zuvor im Rahmen der Preispolitik festgelegt. Die konkreten Preise werden dabei nach eingegangenen Reservierungen, verfügbaren Sitzen und anderen Kriterien angepasst. Dies kann dazu führen, dass sich die Preise im Zeitverlauf für einen Flug stark ändern. Aus diesem Grund wird Fluggästen geraten, sich nicht mit seinem Sitznachbarn über den bezahlten Preis des Fluges zu unterhalten. Einer wird danach immer unzufrieden sein. Ein kurzes Beispiel zeigt die Preisentwicklung einer großen Irischen Fluggesellschaft für ausgewählte Flüge.

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Niedrigpreispolitik/ Niedrigpreisstrategie

Eine Form der Preispolitik ist die Niedrigpreispolitik. Ein Unternehmen versucht dabei den Preis so niedrig zu setzen, dass er unter den Preisen der Wettbewerber liegt. Die Niedrigpreisstrategie gehört in den Teilbereich der Preispositionierung.  Weiterlesen

Gleitender Durchschnitt/ Mittelwert

In der Zeitreihenanalyse wird der gleitende Durchschnitt verwendet, um die Zeitreihe zu glätten. Zudem können mit ihm auch kurze Prognosen erstellt werden. Der gleitende Durchschnitt oder auch gleitender Mittelwert kann auch zur Glättung von Datenreihen angewendet werden, die keine Zeitreihe sind.

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Preisbestandteile

Preise bestehen häufig nicht nur aus einer Zahl. Sie setzen sich oft aus mehreren Komponenten zusammen. Diese Komponenten sind die Preisbestandteile. Welche Preisbestandteile überhaupt in den Endpreis eingehen wird in der Preispolitik festgelegt. Die in der Preispolitik festgelegten Preisbestandteile können sein:

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Kontrahierungspolitik

Neben der reinen Preissetzung muss sich das Preismanagement und die Preispolitik auch mit anderen Konditionen befassen, die die tatsächliche Höhe des Preises beeinflussen. Dabei stehen Mittel wie Rabatte, Zahlungsziele, Listenpreise und Kredite zur Verfügung. Diese Mittel gehören zur Kontrahierungspolitik.

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Beurteilung von name your own Price

Die Umsetzung der Name your own Price-Ansätze ist nicht nur technisch anspruchsvoll, sondern auch in Hinblick auf die Wahrnehmung durch die Kunden gibt es einiges zu beachten. Ob es sich lohnt, dieses Instrument einzusetzen, soll durch diese kurze Beurteilung beleuchtet werden. Weiterlesen

Name you own Price

Das klassische Verständnis der Preissetzung sieht so aus, dass der Verkäufer den Preis gemäß seiner Peispolitik vorgibt und darauf wartet, dass ein Kunde zu dem gegebenen Preis kauft. Dies funktioniert gut in Supermärkten oder anderen eher anonymen Verkaufsplattformen. Können Käufer und Verkäufer jedoch miteinander kommunizieren, dann ist es auch möglich den Preis andersherum festzulegen. Nämlich so, dass der Käufer aufgefordert wird, den Preis zu nennen, den er bereit ist zu bezahlen. Weiterlesen

Markenanbieter und die Preissetzung

Im Onlinehandel ist häufig zu beobachten, dass Markenhersteller ihre Preispolitik nicht nur gegenüber dem Endkunden, sondern auch gegenüber den Händlern durchzusetzen versuchen. Dies geschieht, indem dem Onlinehändler eine Vorgabe bezüglich des Preises gemacht wird. Diese Vorgabe entspricht der Preispolitik des Herstellers und verbietet meist dem Händler, den Preis unter einen bestimmten Betrag zu senken. Weiterlesen

Durchführung der Preisanpassungen

Die Geschwindigkeit und Häufigkeit von Preisänderungen steigt besonders bei internetbasierten Geschäften. Dynamic Pricing ist dort häufig Teil der Preispolitik. Gerade für Händler mit einem großen Sortiment ist es aber nicht mehr möglich, jeden Preis einzeln der Preispolitik entsprechend zu berechnen und dynamisch anzupassen. Hier ist eine Automatisierung notwendig. Weiterlesen

Probleme beim dynamic Pricing/ dynamischen Preismanagement

In die Entscheidung über die Höhe des Preises gehen verschiedene Informationen ein. Zudem wird dynamic Pricing auch von den Kunden wahrgenommen. Dies kann zu verschiedenen Problemen bei der Preissetzung führen und sogar die gesamte Preispolitik und Preisstrategie eines Händlers wirkungslos machen. Weiterlesen

Koordination im Onlinehandel

Der Onlinehandel weißt in diesem Bereich Besonderheiten auf, die bei B2B-Geschäften oder im stationären Einzelhandel keine Rolle spielen. Durch die permanente Sichtbarkeit von Preis und Leistung im Onlinehandel ergibt sich die Möglichkeit Preise von Konkurrenten automatisiert zu erkennen, kanalübergreifend nachzuverfolgen  und die Anpassung der eigenen Preise in Echtzeit vorzunehmen. Dadurch entstehen neue Möglichkeiten der Koordination. Weiterlesen

Preismanagement / Preispolitik

Ziel des Preismanagements bzw. der Preispolitik ist es, die Preise so zu setzen, dass die Unternehmensziele erreicht werden. Das Preismanagement ist daher eng mit dem strategischen Management und dem Marketing verbunden. Es bezieht Informationen aus verschiedenen Unternehmensbereichen, wie zum Beispiel Unternehmensführung, Rechnungswesen/ Controlling, Marketing, Vertrieb, Produktion und Entwicklung. Weiterlesen

Wie können Händler Informationen über die Zahlungsbereitschaft eines Kunden erhalten?

Um die Preise an der Nachfrage anzupassen bzw. sogar individuell festzulegen, müssen Händler an Informationen gelangen, die bei der Preisfindung und Preissetzung helfen. Als Informationsquelle können die Kunden dienen. Um von diesen pricingrelevante Informationen zu erlangen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Weiterlesen