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Staffelpreis

Definition Staffelpreis

Unter einem Staffelpreis versteht man eine Reihe an Preisen, die von einem anderen Faktor abhängen. Meist ist dies die Absatzmenge. Es können aber auch Qualität, Absatzmärkte und Zeitpunkte des Verkaufs/ der Fertigung als Staffelkriterium verwendet werden.

Staffelpreise werden auch Preisstaffel oder Preisstufungen genannt.

Beispiel für Staffelpreise

Allgemeines Beispiel zur Veranschaulichung

Ein Unternehmen hat ein Produkt A. Es bietet seinen Kunden folgende Möglichkeit an:

  • 1 bis 10 Stück: 1 Euro je Stück
  • 11 bis 50 Stück: 0,9 Euro je Stück
  • 51 bis 300 Stück: 0,8 Euro je Stück
  • Ab 301 Stück: 0,75 Euro je Stück

Der Stückpreis sinkt hier mit zunehmender Menge. Für den Kunden lohnt es sich also, eine größere Menge zu bestellen.

Visitenkarten

Viele Anbieter von Visitenkarten bieten Staffelpreise an. Bei kleinen Bestellmengen sind die Kosten je Visitenkarte oder Flyer deutlich höher als bei großen Bestellmengen.

Der Grund liegt darin, dass das Umrüsten der Druckmaschine gleich aufwändig ist, egal, wie groß die bestellte Menge ist. Diese Fixkosten lässt sich die Druckerei bezahlen.

Gründe für Staffelpreise (Preisstaffeln)

Eine Preisstaffel anzubieten ist für den Anbieter zunächst aufwändiger, als einen einheitlichen Preis über alle Mengen festzulegen. Hier muss die Buchhaltung, Rechnungslegung und das Controlling entsprechend angepasst werden.

Allerdings kann sich eine Preisstaffel für den Anbieter lohnen.

Gerade bei Produkten, die hohe Fixkosten aufweisen und die variablen Kosten eher niedrig sind, verteilen sich die fixen Kosten auf die hohe Stückzahl. Diesen Kostenvorteil kann der Anbieter an den Kunden weitergeben.

Wenn der Stückpreis nicht in gleichem Maße sinkt, wie die Durchschnittskosten, dann steigt der Deckungsbeitrag des Herstellers.

Im Grunde könnte der Anbieter auch sagen, dass die erste Einheit einen bestimmten festen Betrag p kostet, der die gesamten Fixkosten abdeckt (z.B. Umrüsten der Druckmaschine bei den Visitenkarten). Jede weitere Einheit kostet dann den gleichen Betrag.

Arten von Staffelpreisen

Staffelpreise können unterschiedlich festgelegt werden.

  1. Preis über die gesamte Bestellmenge anpassen: Dabei ändern sich die Preise auch für die „unteren“ Stückzahlen. Wenn wir das allgemeine Beispiel anschauen, würde dies wie folgt aussehen:

Ein Kunde, der 10 Stück kauft, zahlt insgesamt 10 Euro (10 Stück * 1 Euro/Stück). Bestellt er jedoch 11 Stück zahlt er nur noch 9,9 Euro (11 Stück * 0,9 Euro/Stück) für die gesamte Bestellung, da der neue Preis aufdie gesamte Bestellmenge angewendet wird. Sind die Preisunterschiede groß, kann dies für den Händler einen Verlust bedeuten. Die Berechnung des Endpreises ist jedoch einfacher.

Die Abbildung 1 zeigt den Verlauf des Gesamtpreises, den der Kunde für alle Stück zu zahlen hat. Es sind die Rückgange des Umsatzes zu sehen, wenn der neue Staffelpreis gilt. Danach steigt der Preis langsamer als vorher.

Einfluss der Staffelpreise auf den Umsatz bei globaler Gültigkeit

Einfluss der Staffelpreise auf den Umsatz bei globaler Gültigkeit

  1. Die Preise für die unteren Bestellmengen bleiben unverändert: Hier wird der neue Preis nur auf die Stück angewendet, die über der nächstniedrigeren Grenze liegen. Mit den Preisen und Mengengrenzen aus dem allgemeinen Staffelpreisbeispiel ergibt sich dann:

Für 10 Stück zahlt der Kunde 10 Euro (10 Stück * 1 Euro/Stück). Für 11 Stück zahlt er 10,9 Euro (10 Stück * 1 Euro/Stück + 1 Stück * 0,9 Euro /Stück)

Die folgende Abbildung zeigt den Verlauf des Gesamtpreises. Ein Rückgang bei den Preisübergängen in der Preisstaffel erfolgt nicht. Wie beim ersten Fall sinkt aber auch die Steigung.

Einfluss der Staffelpreise auf den Umsatz bei lokaler Gültigkeit

Einfluss der Staffelpreise auf den Umsatz bei lokaler Gültigkeit

  1. Um die Verlustgefahr aus der ersten Variante zu verringern, können auch feste Preis-Mengenkombinationen festgelegt werden.

Ähnliche Konzepte

Staffelpreise können in Verbindung zur Preisdifferenzierung stehen. Sie können zudem aber auch aus wettbewerbsrechtlicher Sicht bedenklich sein, wenn Kunden der Wechsel zu anderen Anbietern zu stark erschwert wird.

Außerdem können Staffelpreise auch als Mindermengenaufschlag bzw. Mindermengenzuschlag angesehen werden.

Break-Even-Analyse bzw. Gewinnschwellenanalyse

Definition: Die Break-Even-Analyse oder auch Gewinnschwellenanalyse baut auf der Berechnung des Break-Even-Points auf. Allerdings werden die Ergebnisse dann mit weiteren Informationen zusammengeführt, um Aussagen über die Rentabilität einer Anlage oder eines Projektes zu bekommen Weiterlesen

Rackrate

Definition Rack Rate

Die Rack Rate (manchmal auch Rackrate) wird im Hotelgewerbe verwendet. Sie bezeichnet den Listenpreis der angebotenen Zimmer.

Synonyme

Stanadartrate, Listenpreis

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Bedeutung

Die Rack Rate ist der höchste Preis, den ein Zimmer pro Nacht kostet. Davon ausgehend werden verschiedene Rabatte und Preisnachlässe abgezogen. Daher wird sie meist nur selten erreicht. Der Listenpreis ist daher gerade bei Preisnachlässen wichtig, da er für den Kunden als Ankerpreis dient. So wird zum Beispiel geworben:

„Buchen Sie in der Zeit vom 01.02 bis 08.02 und bezahlen Sie nur 59 Euro pro Nacht, statt 79 Euro. Sie sparen dabei 25%!“

Es ist zu erkennen, dass ein hochangesetzter Preis deutlich größere Rabatte ermöglicht. Dies wirkt auf die Kunden dann wie ein besonderes Schnäppchen.

Zudem wird dieser Preis Gästen genannt, die ohne Buchung an die Rezeption kommen. Sollte der Kunde den Preis monieren, wird ihm unter Umständen eine Preisminderung gewährt.

Online oder bei Buchung über Reisebüros werden die Preise in der Regel niedriger angesetzt. Auch Stammkunden wird häufig ein Rabatt angeboten.

Auswertungen anhand der Rack Rate

Wie nah die eigenen, tatsächlich durchgesetzten Preise an dem Listenpreis liegen, kann durch die Kennzahl Average Room Rate (ARR) oder Durchschnittlicher Zimmerpreis berechnet erkannt werden. Je geringer der Abstand ist, desto besser ist es dem Hotel gelungen, Preisnachlässe und Rabatte zu vermeiden.

Die Auswertung kann nach verschiedenen Gesichtspunkten erfolgen:

  • Nach Zimmerkategorie: Gibt es womöglich Kategorien bei denen mehr Nachlässe gewährt werden müssen als andere?
  • Nach Wochentagen: Die Abbildung zeigt, dass die Abweichung der durchschnittlich erzielten Preise von Tag zu Tag unterschiedlich sein kann. Ferienhotels haben wahrscheinlich am Wochenende eine bessere Zielerreichung als Businesshotels, die hingegen von Montag bis Donnerstag ihre Standardpreise durchsetzen können.
Vergleich Standardpreis mit durchschnittlichem Preis tagesweise

Vergleich Standardpreis mit durchschnittlichem Preis tagesweise

Allerdings ist die Aussagekraft dieses Vergleichs gering. Dies liegt an zwei Gründen:

  • Zum einen kann der Anbieter den Listenpreis selbst frei wählen. Ob die Kunden bereit sind, ihn zu bezahlen ist bei der Festlegung nicht notwendig. Ist die Rack Rate sehr hoch gewählt, wird sie womöglich nie erreicht. Wird sie jedoch immer oder fast immer erreicht, kann dies darauf hindeuten, dass sei zu niedrig angesetzt wird. Allerdings muss man hier die Auslastung anschauen. Ist diese sehr gering, könnten mit Preisnachlässen mehr Zimmer vermietet werden.
  • Zum anderen kann ist die Aussagekraft ohne die Kenntnis und Berücksichtigung der Auslastung eher gering. (siehe oben)

 

 

Weitere nützliche Informationen sind unter Revenue-Management zu finden.

Monopolistische Konkurrenz

Monopolistische Konkurrenz wird auch heterogenes Polypol oder monopolistischer Wettbewerb genannt. Darunter wird ein Markt verstanden, der viele Anbieter beherbergt (daher Polypol), jedoch in seiner Struktur unvollkommen ist. Damit unterscheidet er sich von einem Markt, auf dem vollständige Konkurrenz herrscht. Weiterlesen

Knappheit

Bei der Steigerung der Kaufbereitschaft kann man sich auch zunutze machen, dass die Informationssuche Zeit kostet. Und wenn es gelingt, einen Zeitdruck aufzubauen, kann man Kunden von einer Recherche abhalten. Die hier vorgestellten Methoden sind zwar nicht primär der Preisoptimierung zuzuordnen, gehen aber mit ihr Hand in Hand.

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Gleitender Durchschnitt/ Mittelwert

In der Zeitreihenanalyse wird der gleitende Durchschnitt verwendet, um die Zeitreihe zu glätten. Zudem können mit ihm auch kurze Prognosen erstellt werden. Der gleitende Durchschnitt oder auch gleitender Mittelwert kann auch zur Glättung von Datenreihen angewendet werden, die keine Zeitreihe sind.

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Beurteilung von name your own Price

Die Umsetzung der Name your own Price-Ansätze ist nicht nur technisch anspruchsvoll, sondern auch in Hinblick auf die Wahrnehmung durch die Kunden gibt es einiges zu beachten. Ob es sich lohnt, dieses Instrument einzusetzen, soll durch diese kurze Beurteilung beleuchtet werden. Weiterlesen

Worum geht es auf Preissetzung.de?

Auf dieser Seite sollen alle relevanten Informationen über das Pricing und die Preissetzung von Produkten, Waren oder Dienstleistungen zusammengetragen werden. Entstanden ist die Idee durch eine Forschungsarbeit zum Thema Dynamic Pricing. Da das Thema sehr spannend ist und besonders bei Onlineshops und anderen Webseiten, wie zum Beispiel Airlines, immer weiter Verbreitung findet, soll hier ein Überblick gegeben werden, was sich in den Bereichen Pricing, Preispolitik und Preisstrategie tut.