Die Amoroso Robinson-Relation

In der Mikroökonomie beschreibt die Amoroso-Robinson-Relation die Umformung der Grenzerlösfunktion, so dass der Zusammenhang zwischen dem Preis und der direkten Preiselastizität des Gutes deutlich wird.

Herleitung der Amoroso-Robinson-Relation

1.) E(xi)=p(xi)*xi

E: Erlös

p: Preis des Gutes i

x: verkaufte Menge des Gutes i

i: Gut

p(x) ist die Preis-Absatz-Funktion des Gutes i

Ausgehend von der oben genannten Formel für den Erlös wird die Grenzerlösfunktion berechnet. Die Grenzerlösfunktion gibt an, um wie viel der Erlös steigt, wenn die Absatzmenge steigt.

2.) E‘(xi) = p(xi) * p‘(xi)*xi

3.) E‘(xi) = p(xi) *(1+( p‘(xi)*xi) / p(xi))

(p‘(xi)*xi) / p(xi)) kann auch als dp/dxi*(xi/p) geschrieben werden.

dp/dxi*(xi/p) ist jedoch der Kehrwert der Preiselastizität e.

Wenn man dies in die Gleichung 3 einsetzt, erhält man:

E‘(xi) = p(xi) * (1+(1/eip))

Wenn man annimmt, dass die Nachfrage mit steigendem Preis steigt, dann ist die Preiselastizität negativ. Man kann also schreiben:

E‘(xi) = p(xi) * (1-(1/|eip|))

 

Interpretation der Amoroso-Robinson-Relation

  • Der Grenzerlös ist gleich dem Preis, wenn die Elastizität e unendlich ist. (z.B. bei vollkommener Konkurrenz)
  • Damit wird der Zusammenhang zwischen dem Grenzerlös, dem Preis, der Menge und der Preiselastizität deutlich.
  • Der Grenzerlös ist geringer als der Preis, wenn die Preiselastizität kleiner 1 ist. Bei einer Preiselastizität wird von einem unelastischen Markt gesprochen.
  • Der Grenzerlös ist größer als der Preis, wenn die Preiselastizität größer 1 ist. In diesem Falle, wird der Markt als elastisch bezeichnet.

Name

Der Name der Amoroso-Robinson-Relation kommt von dem italienischen Wirtschaftswissenschaftler Luigi Amoroso und der amerikanischen Wirtschaftswissenschaftlerin Joane Robinson.

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