Freemium

Ein Bezahlmodell oder ein Ansatz in der Preispolitik eines Unternehmens ist das Freemium-Model. Freemium setzt sich aus den beiden Worten Free und Premium zusammen. Es bedeutet, dass Teile der Leistung kostenlos zur Verfügung stehen, zusätzliche Leistungen hingegen sind nur zugänglich, wenn man bezahlt. Besonders im Onlinebereich verbreiten sich solche Freemiummodelle weiter.

Beispiele für das Freemiummodell

Zeitungen

Gerade viele Zeitungen setzten bei der Suche nach neuen Einnahmen auf Freemiumansätze.

Meldungen, die auch über andere Kanäle gelesen werden können, werden kostenlos angeboten. Auch Artikel, die für Neuleser interessant sein könnten, können ohne Bezahlung gelesen werden. Damit zieht man Leser auf die Seite und hält Gelegenheitsbesucher bei der Stange. Aus diesen versucht man dann zahlende Abokunden zu gewinnen.

Portale

Einen Mix aus kostenlosen und kostenpflichtigen Leistungen bieten zudem verschiedene Portale. Xing und Linked in beispielsweise bieten Grundfunktionen kostenlos an. Damit werde viele Nutzer gewonnen und das Portal attraktiver für neue Interessenten. Um aber alle Funktionen nutzen können, ist es erforderlich einen kostenpflichtigen Zugang zu erwerben.

Software

Auch Software, die auf einem Rechner installiert wird, kann als Freemium angeboten werden. Auch hier sind Grundfunktionen ohne Bezahlung nutzbar. Wer mehr will und vielleicht professionell damit arbeiten möchte, muss bezahlen.

 

Funktionsweise

Das Freemiummodell setzt auf zwei Schritte. Zum einen sollen durch bezahlende Kunden Einnahmen erzielt werden. Um jedoch genug zahlende Kunden zu bekommen müssen Interessenten überhaupt auf das Angebot aufmerksam gemacht werden oder in der Lage sein, es zu testen. Durch das kostenlose Angebot wird es vielen Interessenten ermöglicht, Funktionen, Inhalte und Nützlichkeit auszuprobieren. Hat man sich dann daran gewöhnt und will das Produkte intensiver nutzen, ist man dann auch bereit, dafür zu bezahlen.

Freemium funktioniert dann gut, wenn die Bereitstellung des kostenlosen „Basisproduktes“ pro Besucher keine zusätzlichen Kosten verursacht.

Diese Herangehensweise ist gut für das Marketing und die Verbreitung des Produktes. Gerade bei Netzwerkeffekten ist es notwendig, eine große Nutzerzahl zu erreichen.

Das

Beurteilung

Vorteile

Nutzer können das Produkt testen und den Nutzen eines kostenpflichtigen Zugangs abschätzen.

Anbieter locken eine größere Zahl an Interessenten zu ihrem Angebot

 

Nachteile

Nutzer können verärgert sein, wenn verschiedene Funktionen nur kostenpflichtig zur Verfügung stehen.

Die Balance zwischen verwendbarem, kostenlosen Produkt und dem zusätzlichen Nutzen des kostenpflichtigen Produktes zu finden, kann schwierig sein.

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