Japanische Auktion

Die japanische Auktion ist eine sehr interessante Variante des Verkaufes. Mit ihr können auch große Mengen an Gütern verkauft werden.

Vorgehen

Bei der japanischen Auktion gibt es verschiedene Beschreibungen in der Literatur. Hier sind diese erklärt. Gleich ist allen, dass die Bieter stets Kaufinteresse zeigen müssen. Tun sie das nicht, scheiden sie unwiderruflich aus.

Variante 1

Der Auktionator, der z.B. eine Menge Fisch verkaufen will, gibt den Preis des zu verkaufenden Gutes an. Die Bieter (also potenzielle Käufer) nennen nun die Mengen, die sie zu diesem Preis erwerben wollen. Haben alle Bieter ihr Mengengebot abgegeben, wird die Gesamtmenge ermittelt. Liegt die Gesamtmenge über der verfügbaren Menge, geht die Auktion in die nächste Runde.

Der Auktionator erhöht nun den Preis ein wenig. Die Bieter nennen erneut ihre Menge. Dies geht solange, bis die nachgefragte Menge geringer oder gleich der vorhandenen Menge ist.

Variante 2

In dieser Variante wird ein niedriger Startpreis vorgegeben. Der Preis steigt nun automatisiert schnell an. Die Käufer müssen die ganze Zeit einen Knopf gedrückt halten, mit dem sie Interesse zeigen. Lässt man als Bieter den Knopf los, scheidet man aus der Auktion aus. Derjenige, der den Preis am längsten gedrückt hält, erhält den Zuschlag.

Man kann diese Variante auch als umgedrehte Holländische Auktion verstehen. Sie ist ebenfalls sehr schnell.

Im Gegensatz zu einer Englischen Auktion muss man hier stets Kaufinteresse bekunden. So weiß der Auktionator, welche Nachfrage bei welchen Preis bestand. Bei der Englischen Auktion kann ein Bieter die niedrigen Anfangspreise einfach schweigen und erst bei höheren Geboten einsteigen.

Variante 3

Diese ist wie Variante 1, nur, dass den Bietern nicht offengelegt wird, wie viele Teilnehmer noch im Rennen sind. Die Bieter wissen also nicht, wer bereits ausgestiegen ist und gegen wie viele andere sie noch bieten.

Die japanische Auktion bietet zahlreiche Varianten. Je nachdem, wie sie gestaltet ist, ist sie anreizkompatibel oder nicht.

Um für die Käufer transparenter zu sein, können das Preisänderungsintervall und die Höhe der Preisänderung in jedem Schritt vorher bekanntgegeben werden.

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