Kombination aus Hochpreisstrategie und Niedrigpreisstrategie

Die beiden Strategien zur Preispositionierung haben verschiedene Vor- und Nachteile. Durch eine Kombination beider Strategien können diese ausgeglichen werden.

Die Vorteile der Niedrigpreisstrategie liegen in der großen Absatzmenge, welche geringe Stückkosten in der Produktion und dem Vertrieb ermöglicht. Die Hochpreisstrategie hingegen erwirtschaftet hohe Margen. Zudem fragen Kunden diese Marken aktiv nach, was die Listung im Einzelhandel erleichtert.

Daher lohnt es sich für manche Unternehmen, zusätzlich zu der hochpreisigen Marke weitere Produktlinien aufzubauen, die dann billiger verkauft werden. Dabei bestehen jedoch zwei Gefahren:

1.)    Die niedrigpreisigen Produkte kanibalisieren die hochpreisigen.

2.)    Die Marke leidet unter dem „Niedrigpreisimage“ der billigen Produktlinie

Um diese Effekte zu vermeiden ist es notwendig, eine deutliche Trennung zwischen beiden Linien durchzuführen und zu bewahren. Die beiden Produktlinien werden mit unterschiedlichen Marken versehen, die nicht leicht miteinander in Verbindung gebracht werden können. Eine weitere Möglichkeit, um die Kanibalisierung zu vermeiden ist, diese nur an unterschiedlichen Orten zu verkaufen. Zudem muss das Image der beiden Linien unterschiedlich sein.

Kombination aus Niedrigpreisstrategie und Hochpreisstrategie

Komibnation aus Niedrigpreisstrategie und Hochpreisstrategie

Damit behält man die „Premiumkunden“ und schafft es gleichzeitig ein neues Marktsegment in Niedrigpreisbereich aufzubauen. Durch die dort hohen Verkaufszahlen können Größendegressionseffekte ausgenutzt werden. Diese können durch eine gemeinsame Verwaltung, gemeinsame Vertriebskanäle oder gemeinsam genutzte Produktionsanlagen entstehen. Wichtig ist jedoch, dass am Ende nicht zwei Mal das gleiche Produkt herauskommt. Gleichzeitig können die hohen Margen aus dem Premiumpreissegment beibehalten und sogar erhöht werden.

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