Markenanbieter und die Preissetzung

Im Onlinehandel ist häufig zu beobachten, dass Markenhersteller ihre Preispolitik nicht nur gegenüber dem Endkunden, sondern auch gegenüber den Händlern durchzusetzen versuchen. Dies geschieht, indem dem Onlinehändler eine Vorgabe bezüglich des Preises gemacht wird. Diese Vorgabe entspricht der Preispolitik des Herstellers und verbietet meist dem Händler, den Preis unter einen bestimmten Betrag zu senken.

Der Grund dafür ist einfach. Im Internet ist durch die geringen Such- und Informationsbeschaffungskosten (Preisvergleichsseiten) ein hoher Preiswettbewerb zu erwarten. Für Kunden ist es daher einfach, einen anderen, günstigeren Händler zu finden. Die Händler können dann versuchen, den Druck auf den Einkaufspreis vom Hersteller weiterzugeben. Markenhersteller, die meist eine Premiumpreispolitik verfolgen, versuchen nun ihre Preispolitik durchzusetzen. Sie machen Preisvorgaben und verhindern damit den Preiswettbewerb unter den Händlern.

Die Durchsetzung der Preispolitik und eines Mindestverkaufspreises kann ganz unterschiedlich sein.

1.)    Unverbindliche Preisempfehlung

2.)    Drohung den Händler nicht mehr zu beliefern

3.)    Etablierung eines bestimmten Mindesteinkaufspreises und unbedingtes Festhalten daran.

Hat ein Händler allerdings eine sehr hohe Marktmacht, dann kann er für sich bessere Einkaufsbedingungen heraushandeln und sogar die Preisvorgaben aufweichen. Dies führt zu weiterem Umsatzwachstum dieses Händlers und zu weiteren Vorteilen gegenüber kleineren Händlern.

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