Market Maker

Der Market Maker (auch Marktmacher oder Marktpfleger) sind Teilnehmer im Finanzmarkt, die Käufern und Verkäufern als Vertragspartner (Kontrahent) gegenüberstehen.  Damit sorgen sie dafür, dass Kaufangebote und Verkaufsangebote sofort erfüllt werden.

Wo kommen Market Maker zum Einsatz?

Market Maker kommen an Börsen zum Einsatz. Sie haben eine große Menge der Aktien, für die sie den Handel unterstützen wollen. Wenn ein Kaufgesuch (Order) eingeht, kann der Market  Maker diese Aktie zu einem marktgerechten Preis anbieten. Der potenzielle Käufer kann damit seine Nachfrage sofort befriedigen.

Gleiches gilt für Verkaufsgesuche. Der Market Maker kauft die angebotenen Aktien zu einem marktgerechten Preis.

Zweck ist, ausreichend Liquidität zur Verfügung zu stellen und Volatilität zu reduzieren.

Risiken, Spread und Gewinn des Market Makers

Der Market Maker trägt ein nicht unbeträchtliches Risiko, da er eine große Menge der Aktien hält. Sollte der Aktienpreis zwischen Ankauf und Verkauf zu stark fallen, erleidet er einen Verlust.

Steigt hingegen der Aktienpreis, kann er beim Verkauf der Aktien einen Gewinn verbuchen. Durch diese Differenz (Spread) verdient der Market Maker Geld. Daher kauft er eine Aktie beispielsweise zu 10 Euro und bietet sie für 10,01 Euro an. Der Spread ist die Differenz: 10,01 € – 10,00 € = 0,01 €

Diese Differenz wird auch Bid-Ask-Spread genannt.

Zwar sind die Preisunterschiede häufig gering, aber durch ein hohes Handelsvolumen entstehen hier teilweise beträchtliche Gewinne.

Kritik an Market Makern

Da der Market Maker viele Käufe und Verkäufe kanalisiert, kann er Einfluss auf den Aktienpreis nehmen. Dies gilt besonders für Aktien mit geringem Handelsvolumen und einer geringen Marktkapitalisierung, da der Market Maker hier einen großen Teil der im Umlauf befindlichen Aktien besitzen kann.

Andere Bezeichnungen für Market Maker

  • Jobbers
  • Specialists
  • Designated Market Maker

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