Mengendegressionseffekt

Der Mengendegressionseffekt besagt, dass die Stückkosten eines Gutes sinken, wenn die Produktionsmenge dieses Gutes steigt. Ein Synonym dafür ist auch economics of scale.

Für die Sinkenden Stückkosten gibt es verschiedene Gründe.

  • Verteilung von Fixkosten auf eine größere Menge
  • Senkung der variablen Stückkosten durch effizientere Verfahren oder günstigeren Einkauf.
Diagramm Mengendegressionseffekt

Mengendegressionseffekt

Beispiel Mengendegressionseffekt

Ein Unternehmen produziert in einer Periode 1000 Stück eines Produktes. Dafür ist eine Maschine notwendig, die pro Jahr mit 1500GE abgeschrieben wird. Der Mitarbeiter, der die Maschine bestückt, überwacht und wartet kostet pro Jahr 30.000GE. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe kosten pro hergestelltem Stück 3GE.

Die gesamten Stückkosten liegen damit bei: (1.500GE + 30.000GE)/ 1000Stk. + 3GE/Stk = 34,50GE/Stk

Wird die Maschine jetzt stärker ausgelastet, indem man in der selben Zeit 1500 Stück darauf fertigt, soll die Abschreibung auf 1.700GE steigen. Durch die größere Einkaufsmenge gelingt es, einen Rabatt auf die RHB zu erhalten. Pro Stück fallen dann nur noch 2,80GE an. Die Personalkosten bleiben in diesem Beispiel konstant.

Die gesamten Stückkosten liegen dann bei: (1.700GE + 30.000GE)/ 1.500Stk + 2,80GE/ Stk = 23,93GE.

Bedeutung des Mengendegressionseffektes

Der Mengendegressionseffekt hat sowohl in der Betriebswirtschaft, bei der Verfolgung der Preisstrategie, als auch in der Volkswirtschaftslehre, bei der Erklärung von natürlichen Monopolen eine Bedeutung.

Besonders bei der Kostenführerschaft und dem Ziel, den geringsten Preis auf dem Markt anzubieten, sind die economics of scale von großer Bedeutung. Denn der geringe Preis lässt sich nur dann dauerhaft aufrechterhalten, wenn die Produktionsmenge groß genug ist.

2 Gedanken zu „Mengendegressionseffekt

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