Mittelpreisstrategie

Die Mittelpreisstrategie wird auch häufig Konsumpreisstrategie genannt. Typisch für Produkte und Unternehmen die diese Strategie verfolgen ist, dass eine Marke aufgebaut wird. Es handelt sich also nicht wie bei der Niedrigpreisstrategie um Handelsmarken. Diese Strategie wird häufig im Konsumgüterbereich angewendet. Die Produkte werden über Fachgeschäfte verkauft.

Die Preispolitik der Mittelpreisstrategie wird als problematisch angesehen. Zum einen steht dieses Segment durch die Billiganbieter unter einem hohen Preisdruck und zum anderen durch Markenanbieter unter einem Qualitätsdruck. Das Segment in der Mitte hat es daher schwer, sich klar zu positionieren. Dies wird zudem durch die Entwicklung verstärkt, dass die Konsument immer preisbewusster werden, aber in manchen Fällen doch eine hohe Qualität zu schätzen wissen.

Wichtig bei dieser Strategie ist, dass man aus der Position zwischen Billigsegment und Premiumsegment herauskommt. Dies kann entweder durch die Erlangung der Preisführerschaft sein oder dem Aufbau einer Premiumlinie.

Unternehmen die in ihrer Preispolitik eine Mittelpreisstrategie verfolgen, agieren häufig als Preisfolger.

Durchführung der Mittelpreisstrategie

  • Werbung und Marketing, um Markenwahrnehmung zu stärken
  • Durchführung von zeitlich begrenzten Preispromotions

 

Vorteile

  • Balance zwischen Preis und Qualität

Nachteile

  • Zwischenposition
  • Eingeschränkte finanzielle Mittel für Marketing
  • Preispromotion können das Produkt ruinieren, wenn sie zu häufig gemacht werden.
  • Die Erlöse werden durch die Handelsmacht der Händler stetig geschmälert.
  • Schwierig unter dem selben Namen eine Premiumlinie zu verkaufen, da die Glaubwürdigkeit fehlt.

Ein Gedanke zu „Mittelpreisstrategie

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