Monopol

Untereinem Monopol versteht man eine Marktform, bei der es nur einen Anbieter gibt, der mehreren Nachfragern gegenübersteht (Angebotsmonopol).

Der Monopolist kann seinen Preis oder die Menge anpassen, um zum Beispiel sein Ziel Gewinnmaximierung zu erreichen. Seine Preis-Absatz-Funktion ist mit der Gesamtnachfragekurve identisch.

Gründe für Monopole

Monopole können aus verschiedenen Gründen entstehen.

Natürliche Monopole: Hohe Fixkosten im Vergleich zu den variablen Kosten.

Netzwerkeffekt: Der Nutzen der Kunden steigt, je mehr andere Kunden das Produkt verwenden. Z.B. soziale Netzwerke oder Messangerdienste.

Gesetzliche Regelungen: In manchen Fällen dürfen bestimmte Aufgaben nur von gesetzlich festgelegten Organisationen durchgeführt werden. Auch das Patentrecht garantiert (zeitlich befristete) Monopole.

Wirtschaftliche Macht: Ist ein Anbieter so stark, dass kein weiterer versucht, auf den Markt zu kommen, kann ebenfalls ein Monopol entstehen.

Berechnung des Monopolpreises

Verfolgt der Monopolist Gewinnmaximierung und ist ihm die Nachfragefunktion bekannt, kann er leicht den Monopolpreis berechnen. Dies gelingt, indem man den Grenzerlös berechnet.

Wir gehen davon aus, dass keine Kosten anfallen und dass wir eine lineare Nachfragefunktion annehmen.

[1] G = p * x

[2] p = pR – x

pR ist der Reservationspreis.

[3] G = (pR – x)*x

G = pR*x – x^2

Den Gewinn nach x ableiten und null setzen, um das Maximum zu finden.

dG/ dX = pR-2x = 0

x* = pR/2

Die Gewinnmaximale Menge beträgt die Hälfte des Reservationspreises. Durch einsetzen in die Nachfragefunktion [2] erhält man den gewinnoptimalen Preis p*

P* = pR – pR/2 = pR/2

Dieser beträgt ebenfalls pR/2, also den halben Reservationspreis.

Die Abbildung zeig den Grenzerlös im Monopol. Die grüne Fläche zeigt die Konsumentenrente und die blaue Fläche die Produzentenrente, also den Gewinn des Monopolisten.

Preis und Menge im Monopl

Preis und Menge im Monopl

Folgen von Monopolen

Im Monopol ist der Preis in der Regel höher (größer als die Grenzkosten) als in der vollständigen Konkurrenz. Die Menge ist demzufolge niedriger. Es kommt zu einem Gesamtwohlfahrtsverlust.

Aufgrund des höheren Preises gelten Monopole (sofern sie nicht auf gesetzlichen Regelungen beruhen) als angreifbar. Manche Wirtschaftswissenschaftler (z.B. Baumols) vertreten daher die Ansicht, dass der Monopolist gar keine höheren Preise verlangen kann, da sonst schnell Konkurrenz auftritt, die ihm den Gewinn abspenstig macht. (bestreitbare Märkte). Es würde daher also ausreichen, den Markt zugänglich zu halten, um die negativen Auswirkungen des Monopols zu eliminieren.

3 Gedanken zu „Monopol

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