Monopolistische Konkurrenz

Monopolistische Konkurrenz wird auch heterogenes Polypol oder monopolistischer Wettbewerb genannt. Darunter wird ein Markt verstanden, der viele Anbieter beherbergt (daher Polypol), jedoch in seiner Struktur unvollkommen ist. Damit unterscheidet er sich von einem Markt, auf dem vollständige Konkurrenz herrscht.

Ein unvollkommener Markt zeichnet sich durch folgende Eigenschaften aus:

  • Keine vollkommene Information
  • Präferenzen (zeitlich, räumlich, persönlich)
  • Heterogene Produkte (durch Produktdifferenzierung)

Durch diese Gründe haben die Anbieter einen Preisspielraum. Diesen können sie ausnutzen, um Ihren Gewinn zu maximieren. Innerhalb dieses Spielraumes kann der Preis weitgehend unabhängig von dem der Wettbewerber gesetzt werden. Daher gilt dort die Regel der Gewinnmaximierung: Grenzerlös = Grenzkosten. Das heißt, der durch eine zusätzlich verkaufte Einheit generierte Gewinn entspricht den zusätzlichen Kosten (meist sind dies die variablen Kosten).

Grafisch lässt sich dies mit Hilfe der doppelt geknickten Preis-Absatz-Funktion dargestellt werden.

Beispiel monopolistische Konkurrenz

Ein anschauliches Beispiel sind Bäckereien, deren Kunden sehr stark auf Grund des Standortes der Bäckerei entscheiden, wo sie kaufen. Der Weg zur Bäckerei kann von den Kunden als Transaktionskosten aufgefasst werden. Zur Berechnung der Konsumentenrente werden dann die Transaktionskosten (Weg) und der Preis des Brötchens von dem Nutzen abgezogen.

Die Abbildung 1 zeigt die Transaktionskosten (gelb). Je weiter der Bäcker von dem Kunden ist, desto höher sind sie (durch die stärkere Intensität der gelben Farbe gekennzeichnet. Bäcker 1 liegt außerhalb des Radius des gelben Kreises sind die Transaktionskosten so hoch, dass sie größer als der Nutzen des Gutes sind (selbst, wenn der Preis = 0 wäre).

Transaktionskosten in der monopolistischen Konkurrenz

Abb. 1 Transaktionskosten in der monopolistischen Konkurrenz

Abbildung 2 zeigt die Markträume, die den jeweiligen Anbietern zur Verfügung stehen, wenn sie ein homogenes Produkt anbieten.

Markträume von verschiedenen Anbietern

Abb. 2. Markträume von verschiedenen Anbietern

An den Farbgrenzen sind die sogenannten Ortspreise für die Kunden gleich. Die Ortspreise ergeben sich, wie bereits oben erklärt, aus dem Preis des Gutes selbst und den Transaktionskosten (in diesem Falle Fahrtkosten und Zeit) für den Kauf.

Weitere wissenschaftliche Ausführungen zur monopolistischen Konkurrenz sind hier zu finden.

Ein Gedanke zu „Monopolistische Konkurrenz

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