Preisbestandteile

Preise bestehen häufig nicht nur aus einer Zahl. Sie setzen sich oft aus mehreren Komponenten zusammen. Diese Komponenten sind die Preisbestandteile. Welche Preisbestandteile überhaupt in den Endpreis eingehen wird in der Preispolitik festgelegt. Die in der Preispolitik festgelegten Preisbestandteile können sein:

  • Einmalpreise
  • Einrichtungsgebühren, Installationsgebühren
  • Grundgebühr (monatlich, jährlich,…)
  • Nutzungsabhängige Komponente (z.B. Telefonminuten, Zahl der Requests bei einem Webservice, Zahl der heruntergeladenen Musiktitel, Zahl der gefahrenen Kilometer, Dauern,…)
  • Pauschalen, Flatrates
  • Vertriebsprovisionen
  • Versandkosten
  • Rabatte
  • Steuern
  • Wartungs- und Servicepauschalen (z.B. Servicelevelagreements)

 

Der Grund, warum Preise aus mehreren Komponenten bestehen können ist, dass damit unterschiedliche Leistungen abgedeckt werden können. Das bedeutet, dass einzelne Preisbestandteile einzelne Kosten bzw. Steuern decken.

Eine Grundgebühr ist dafür da, um die Kosten für die Bereithaltung des Dienstes zu decken, selbst dann wenn der Kunde ihn nicht nutzt.

Versandkosten beispielsweise fallen pro Versand nur einmal an. Das heißt, wenn mehrere Produkte bestellt werden, teilen sich die Versandkosten auf diese auf und das einzelne Produkt wird billiger. Eine Zurechnung von vornherein in den Preis wäre nur sinnvoll, wenn sowieso nur ein einziges Stück verkauft wird.

Der Ausweis des Nettopreises ist gerade für Verkäufe an gewerbliche Käufer sinnvoll, da für sie häufig ein Vorsteuerabzug möglich ist. Die Umsatzsteuer ist nur ein durchlaufender Posten. In die Kosten geht daher nur der Nettopreis ein. Für Verbraucher hingegen muss der Bruttopreis angegeben werden.

 

Ein weiterer Grund für die Aufteilung des Preises in Preisbestandteile kann sein, dass man davon ausgeht, seine Preispolitik besser umsetzen zu können. In Preisverhandlungen können einzelne Teile des Preises angepasst werden anstatt des gesamten Preises. So kann man sich auf den Kunden besser einstellen und einen Kompromiss finden.

Zudem kann man für einzelne Preisbestandteile auch Gründe finden, warum man diese in einer Preisverhandlung aufgibt. Dadurch wird die Glaubwürdigkeit gewahrt.

Wichtig ist jedoch gerade bei Verkäufen an Verbraucher, dass diese den Endpreis auf einen Blick erkennen können. Das Verstecken von Preisbestandteilen verstößt gegen die Preisangabenverordnung (PAngV).

Preisbestandteile sind aber auch in der Kalkulation und bei der Festlegung der Preispolitik intern notwendig. Dies gilt selbst dann, wenn man nur einen einzelnen Preis verlangt.

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