Schlagwort-Archiv: Preisoptimierung

Mit Rabattgutscheinen Preise individuell optimieren

Grundsätzlich haben Kunden unterschiedliche Zahlungsbereitschaften. Für Händler wäre es daher lohnend, diese von jedem Kunden zu kennen und genau den Preis zu verlangen, den er gerade noch bereit ist zu bezahlen. Allerdings muss man bereits einen Preis für das Produkt festlegen, bevor der Kunde überhaupt meinen Shop bzw. meine Webseite besucht hat. Rabattgutscheine können daher für die Preisoptimierung sehr nützlich sein.

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Medimops und Momox lassen Preis durch Algorithmus bestimmen.

In einem Interview mit der Berliner Zeitung [1] verriet Herr Kroke, dass die Preise für gebrauchte Bücher nicht per Hand, sondern durch einen Algorithmus bestimmt werden. Diese Art der Preisoptimierung ist notwendig, da es viel zu aufwändig wäre regelmäßig alle Preise bei einem so umfangreichen Sortiment selbst zu bestimmen.

Zudem werden die Preise dynamisch an die Nachfragesituation angepasst.

[1] Berliner Zeitung

Korrelation in der Zeitreihenanalyse und der Preisoptimierung

Die Korrelation ist ein gängiges Werkzeug in der Zeitreihenanalyse und der Statistik. Da Zeitreihen auch für die Umsetzung der Preispolitik und der Preisoptimierung verwendet werden, wird das Thema Korrelation in diesem Beitrag erläutert. Ziel ist es, zu klären was ist unter dem Begriff Korrelation zu verstehen, wie wird sie berechnet, welche Werkzeuge es dafür gibt, wie sie eingesetzt wird und wo die Grenzen sind.

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Agentenbasierte Simulation in der Preisoptimierung

Die Preisoptimierung ist ein wichtiger Schritt zur Erhöhung des Umsatzes. Gerade im dynamischen Umfeld und bei Anpassung der Preise in Echtzeit sind Algorithmen notwendig, die die optimalen Preise berechnen. Diese Algorithmen müssen jedoch vor dem ersten Einsatz getestet werden. Dafür sind agentenbasierte Simulationen (agent based simulation) hilfreich.

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Zeitreihe und Zeitreihenanalyse

Als Zeitreihe wird die zeitliche Abfolge von Daten bezeichnet. Solche Daten können Verkäufe, Kurse, Temperaturen, Arbeitsmarktdaten oder ähnliches sein. In der Preispolitik werden Zeitreihen für das Preismanagement und die dynamische Preisoptimierung benötigt. Aber auch in der Marktforschung können Zeitreihen eine Rolle spielen. Die Auswertung erfolgt in der Zeitreihenanalyse

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Expected Marginal Seat Revenue (EMSR) im Revenue Management

Das Konzept des EMSR versucht, die Schwächen der festen und geschachtelten Kontingentierung (Nesting) zu umgehen, indem es die Schutzgrenzen der höherwertigen Buchungsklassen mathematisch bestimmt. Es greift dabei auf die Regel von Littlewood zurück, weitet diese aber auf beliebig viele Buchungsklassen aus.

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Gleitender Durchschnitt/ Mittelwert

In der Zeitreihenanalyse wird der gleitende Durchschnitt verwendet, um die Zeitreihe zu glätten. Zudem können mit ihm auch kurze Prognosen erstellt werden. Der gleitende Durchschnitt oder auch gleitender Mittelwert kann auch zur Glättung von Datenreihen angewendet werden, die keine Zeitreihe sind.

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Schwedische Bahn setzt Pricinglösung ein

Die Schwedische Bahn setzt eine Lösung für das Revenue Management von JDA Technologies ein. Damit wird eine genauere Bedarfsprognose und Preisoptimierung ermöglicht. Die Besonderheit gegenüber traditionellen Ansätzen ist, dass die Preise nicht konstant gehalten werden, sondern an die Nachfrage angepasst werden.

 

Ähnlichkeitsmaße in der Preisoptimierung

Bei der automatischen Wettbewerbsanalyse und Marktanalyse mittels Robots und Crawlern ist ein Schwerpunkt die Bereinigung der gesammelten Informationen. Dazu müssen Produkte miteinander verglichen werden. Da sich die Bezeichnungen für die gleichen Produkte jedoch von Shop zu Shop unterscheiden können sind Algorithmen notwendig, die gleiche Produkte erkennen. Dazu werden sogenannte Ähnlichkeitsmaße bzw. Distanzmaße verwendet.  Weiterlesen

Giffen-Paradoxon/ Giffen-Gut

Nicht alle Güter verhalten sich aus Nachfragesicht so, wie man es aus der klassischen Preis-Absatzfunktion erwartet, nämlich, dass die Nachfrage sinkt, sobald eine Preiserhöhung eintritt. Diese Erkenntnis kann besonders für das Preismanagement und die Preisoptimierung eines Produktes wichtig sein. Die Güter, um die es hier geht, werden Giffen-Güter genannt.

Definition Giffen-Gut und Giffen-Paradox

Das Giffen-Paradoxon bezeichnet den Fall, dass die Nachfrage eines Gutes steigt, obwohl der Preis des Gutes angehoben wurde. Dies steht zunächst im Widerspruch zu der klassischen Annahme, wonach die Nachfrage negativ mit dem Preis zusammenhängt. Robert Giffen hat diese Erkenntnis dokumentiert. Daher wird hier vom Giffen-Paradoxon gesprochen. Güter die sich abweichend davon verhalten werden Giffen-Güter genannt.

Die folgende Abbildung zeigt den Nachfrageverlauf in Abhängigkeit vom Preis.

Nachfragefunktion im Giffen-Fall. Sie steigt mit zunehmendem Preis

Nachfragefunktion beim Giffen-Gut

Es ist zu erkennen, dass die Preis-Absatz-Funktion eine positive Steigung hat.

Erklärung Giffen-Gut und Giffen-Paradox

Es gibt zwei Erklärungsansätze:

  1. Das Giffen-Paradoxon tritt dort auf, wo Substitutionsmöglichkeiten für das Gut fehlen, für welches der Preis angehoben wird und das Gut für die Nachfrager wichtig, ist, z. B. Grundnahrungsmittel. Dies ist vor Allem für Haushalte denkbar, die am Existenzminimum leben.
  2. Eine weitere Erklärung für dieses Phänomen kann der sogenannte Snob-Effekt sein. Danach werden besonders Luxusgüter begehrter, je teurer sie sind, da sie dann exklusiver sind.

Diese Erkenntnis kann im Preismanagement besonders für Anbieter von Gütern interessant sein, die für den täglichen Bedarf notwendig sind. Mögliche Preisoptimierungen bringen dann evtl. andere Ergebnisse als erwartet.

Die positive Steigung der Nachfragekurve bedeutet, dass hier eine positive Preiselastizität vorliegt.

Der Einkommenseffekt ist stärker als der Substitutionseffekt. Häufig wird dies bei sogenannten inferioren Gütern beobachtet. (Nachfrage sinkt, wenn das Einkommen steigt.)

Beispiel für Giffen-Güter

Eine Person A hat ein Budget für Lebensmittel von 100 GE pro Monat zur Verfügung. Diese Person hat die Auswahl zwischen Kartoffeln (1 Portion = 2 GE) und Fleisch (1 Portion = 4 GE). Das Budget wird vollkommen ausgeschöpft. An 10 von 30 Tagen kauft sich diese Person Kartoffeln als Lebensmittel (Situation 1) und gibt daher 20 GE aus, die restlichen 20 Tage bevorzugt diese Person Fleisch und gibt 80 GE dafür aus (20 GE + 80 GE = 100 GE).

Steigt der Preis für Kartoffeln nun von 2 GE auf  3 GE (Situation 2), kann die Person A für Fleisch nur noch einen geringeren Anteil des Budgets verwenden. Bei konstantem Fleischpreis kann sich A an 10 Tagen Fleisch leisten und muss an 20 Tagen auf Kartoffeln zurückgreifen. (40 GE + 60 GE = 100 GE)

Die folgende Abbildung verdeutlicht die Situation einer Preiserhöhung:

Aufteilung des Budgets im Falle eines Giffen-Gutes

Aufteilung des Budgets im Falle eines Giffen-Gutes. Situation 1 vor Preiserhöhung Kartoffeln, Situation 2 nach Preiserhöung Kartoffeln

Aufteilung der Mengen im Giffen-Fall

Aufteilung der Mengen im Giffen-Fall

Links

Eine empirische Untersuchung über das Giffen-Paradoxon wurde in China durchgeführt. Dabei wurde für chinesische Familien Reis subventioniert. Die Folge war, dass der Reiskonsum in diesen Familien zurückging, obwohl der Preis für den Reis gesunken war, und bei Beendigung der Subventionen wieder anstieg. Eine kurze Erklärung dieser Studie ist hier zu finden.